Thema: MUSIK IM NATIONALSOZIALISMUS

DIE TONKUNST, Januar 2016, Nr. 1, Jg. 10 (2016), 120 Seiten

Im Zentrum des Januar-Heftes der TONKUNST zur geistlichen Musik von Alessandro Scarlatti (1660–1725) stehen seine Offiziumsvertonungen in ihren kultur-, kompositions- und liturgiehistorischen Kontexten. Das Stundengebet (lat. officium) dient der liturgischen Strukturierung des Tagesablaufs. Der lange in Rom tätige Scarlatti hat mit mehr als zwanzig Psalmvertonungen, Hymnen und Magnificats zu seiner musikalischen Ausgestaltung beigetragen. Dabei treten Tradition und Innovation, Kunstanspruch und Zweckgebundenheit in ein spannungsvolles Verhältnis. Auch wenn sie ihren liturgischen Ursprungsort heute weitgehend verloren hat, stößt diese Musik nicht nur bei einem Fachpublikum für Alte Musik auf großes Interesse. Die Beiträge des Hefts widmen sich dem Werkcharakter und der Angemessenheit der Aufführung von geistlicher, gar liturgischer Musik im Konzertsaal, der liturgischen Praxis des mittelalterlichen Stundengebets im barocken Rom, und der Frage nach der Stellung Scarlattis als Komponist geistlicher Musik in Rom. Zudem wird ein Blick auf Scarlatti als Oratorienkomponist geworfen.


Unterstützt durch:
Einstein Stiftung Berlin
Weitere Ausgaben

Januar 2019
MUSIK UND FRIEDEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT
Januar 2018
EXILIERTE KOMPONISTINNEN
April 2023
MUSIK, ZEIT UND VISUELLE KULTUR (1650–1750)
April 2017
TOD, TRAUER UND TROST IN DER MUSIK UM 1600
Oktober 2021
THEATER IN MANNHEIM ZWISCHEN 1850 UND 1910
Oktober 2009
MUSIK IM NATIONALSOZIALISMUS
Januar 2022
NATIONALISMEN IN DER FRÜHZEITLICHEN MESSE
April 2007
Unsere Nummer 2
^