Thema: WOLFGANG RIHM

DIE TONKUNST, April 2014, Nr. 2, Jg. 8 (2014), 152 Seiten

Heft 2 des Jahrganges 2014 beleuchtet mit dem Schwerpunkt »Medienwechsel« das Thema der musikalischen Bearbeitung neu. Wird traditionell unter der Perspektive »Original und Bearbeitung« eine hierarchische Beziehung vorausgesetzt, wobei das Original als das »eigentliche« Werk gilt, demgegenüber die Bearbeitung als nachrangig erscheint, fokussiert unser Heft die Übergänge zwischen zwei prinzipiell als gleichwertig angenommenen Ausformungen eines Werks, die üblicherweise mit medialen Veränderungen einhergehen: Dabei kann es sich unmittelbar um Eingriffe in bereits vorhandenes Notenmaterial (der Nachtrag neuer Texte oder das Einfügen fremder Einlagen) handeln; ebenso findet sich ein Wechsel der Quellentypen (zum Beispiel von der Partitur zum Klavierauszug).  Das Thema ist so alt wie die Musikgeschichte selbst; die sieben geplanten Beiträge lassen sich drei historischen Schwerpunkten zuordnen: der »Alten Musik« bis zum 16. Jahrhundert, die unter den Blickwinkeln »Rätsel-Überlieferung«, »Repertoiretransfer« und »Kontrafaktur« (Neutextierung) untersucht wird, der Oper des 18. Jahrhunderts mit einem lokalen Schwerpunkt in Wien und dem 20. Jahrhundert (am Beispiel Arnold Schönbergs).

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