Thema: WOLFGANG RIHM

DIE TONKUNST, April 2021, Nr. 2, Jg. 15 (2021), 116 Seiten

In der jüngsten Vergangenheit haben sich in der rechtsextremen Szene antisemitische, xenophobe und rassistische Haltungen deutlich radikalisiert und wurden u. a. durch die Einbindung von Musik enttabuisiert. Wesentlich dafür ist die Pluralisierung der Stile, so dass einerseits nicht mehr nur von einer ›szenetypischen‹ Musik zu sprechen ist, andererseits Mainstream-Kulturen (z. B. Filmmusik) eingebunden und umgedeutet werden, so dass eine komplexe Gemengelage vorliegt. Ebenso hat der Aufbau internationaler Netzwerke rechtsextremer Gruppierungen im Internet zugenommen. Das April-Heft der TONKUNST nimmt diese Verbreitung von Hass, Verschwörungstheorien, Gewaltpropagierung und Ausgrenzung über Musik und ihre Medialisierung in den Blick. Die Beiträge aus Musikwissenschaft und -pädagogik, Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie der Antisemitismusforschung widmen sich der neuen musikalischen Funktionalisierung. Neben Gattungen wie Rap, Pop, Neofolk, Fashwave und Coronawave werden Präventionsmaßnahmen in Schule oder kultureller Bildung thematisiert.


Unterstützt durch:
Weitere Ausgaben

Oktober 2026
MUSIK UND AUTHENTIZITÄT
Oktober 2022
MUSIKLANDSCHAFT MITTELDEUTSCHLAND
April 2017
TOD, TRAUER UND TROST IN DER MUSIK UM 1600
Oktober 2009
MUSIK IM NATIONALSOZIALISMUS
Januar 2020
WIDMUNGEN IN DER MUSIK
Januar 2010
DER MUSIKSALON
Juli 2022
FRAU UND MUSIKWISSENSCHAFT
Juli 2017
KOMPONISTEN DIRIGIEREN
^