Prof. Dr. Panja Mücke ist im Rahmen der Mitgliederversammlung am 13. April 2023 in Heidelberg von Ihren Pflichten als 2. Vorsitzende entbunden und feierlich verabschiedet worden. Ihr Rücktrittsgesuch begründete sie mit zahlreichen neuen Aufgaben und Ämtern. Der Verein dankt Frau Mücke für ihr fast achtjähriges Engagement. Der Verein bleibt bis zur Neubesetzung dieser Position im Vorstand uneingeschränkt handlungsfähig.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 13. April 2023 in Heidelberg wurde Wiebke Staasmeyer nach über acht Jahren Mitarbeit in der Redaktion feierlich verabschiedet. Sie übergibt an ihre Nachfolgerin Daniela Marxen, die seit 2020 als Assistentin auf diese wichtige Aufgabe innerhalb des Teams vorbereitet wurde.
Das Januar-Heft der TONKUNST befasst sich mit dem Thema der populären Musik im Nationalsozialismus und der damit verbundenen Publikation, Distribution und Promotion. Während die Zeit der ›Goldenen Zwanziger‹ bereits umfangreich erforscht ist, trifft das nicht auf die darauffolgende Zeit des Nationalsozialismus zu. Wie in vielen anderen Bereichen veränderte sich auch viel im Nationalsozialismus durch das Ideal der Zeit und damit einhergehende Verbote sowie vor allem die damit verbundene Auswanderung von verfolgten Akteurinnen und Akteuren. Zum Erliegen kam die Musikszene dennoch nicht. Der Forschungsstand ist im Bereich der Unterhaltungsmusik sehr viel geringer als im Beriech der E-Musik und der funktionellen Musik in der NS-Zeit. Die ›Stunde Null‹ als lange vorherrschende Idee nach 1945 zeigt sich in der Unterhaltungsmusik nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als fiktive Grenzziehung. Das Januar-Heft beleuchtet den Zeitraum von 1930 bis 1950 und erklärt musikalische, personelle und institutionelle Kontinuitäten und Entwicklungen. Eine Leseprobe und weitere Informationen finden Sie hier.